"O Tannenbaum" auf koreanisch: Dieser Chor übt auf einer achtstöckigen Weihnachtsbaum-Empore für das "Living Christmas Tree"-Konzert in Osan, 60 Kilometer südlich von Seoul. Bis zur Premiere müssen jetzt nur noch einheitliche Krawatten gekauft werden.
wenige – manche – einige – mehrere – viele… Die deutsche Sprache kennt eine ganze Reihe Wörter, mit denen sich nicht genauer bezifferte Mengenangaben machen lassen. Das ist insofern ganz praktisch, als man durch die Wahl des entsprechenden Wortes zumindest ungefähr andeuten kann, wie groß die Menge ist. Heute morgen um kurz nach 8 Uhr hat [...]
wenige – manche – einige – mehrere – viele… Die deutsche Sprache kennt eine ganze Reihe Wörter, mit denen sich nicht genauer bezifferte Mengenangaben machen lassen. Das ist insofern ganz praktisch, als man durch die Wahl des entsprechenden Wortes zumindest ungefähr andeuten kann, wie groß die Menge ist.
Heute morgen um kurz nach 8 Uhr hat eine U-Bahn in Frankfurt einen Müllwagen gerammt, die Nachrichtenagentur dpa berichtete über den Unfall bereits um kurz vor 9 Uhr und vermeldete "mehrere Verletzte". Und darum steht es so auch seit "08:51 Uhr" im "News-Ticker" von Bild.de:
Im Frankfurter Stadtteil Eckenheim ist eine U-Bahn mit einem Müllwagen zusammengestoßen. Dabei wurden mehrere Menschen verletzt.
Doch das ist für Bild.de kein Grund, die Nachricht nicht mit folgender, dramatischer Überschrift unzubieten:
PS: Gegen 9.30 Uhr haben die Polizei und andere Nachrichtenagenturen die "mehreren Verletzten" der dpa-Meldung dahingehend präzisiert, dass "der U-Bahn-Fahrer als auch der Fahrer des Müllwagens leicht verletzt" wurden, sonst aber "nach ersten Erkenntnissen" niemand. Mit anderen Worten: "Mehrere" waren es, "viele" nicht. Bild.de bleibt dennoch bei seiner Darstellung.
Mit Dank an Mephon für den Hinweis.
Nachtrag, 13.13 Uhr: Bild.de hat die "U-Bahn rammt Müll-Laster"-Meldung von "08:51 Uhr" aus dem "News-Ticker" entfernt.
Ist schon eine große Geschichte geworden, die "Bild" heute über Dietrich Grönemeyer im Blatt hat: Die Geschichte wird ein wenig kleiner, wenn man all das wegstreicht, was zu Grönemeyer (mit zum Teil fast identischem Wortlaut) ursprünglich im aktuellen "Spiegel" steht, der in der viertletzten Zeile immerhin namentlich genannt wird: Übrig bleiben dann: (1) ein Absatz, der (mit fast [...]
Ist schon eine große Geschichte geworden, die "Bild" heute über Dietrich Grönemeyer im Blatt hat:
Die Geschichte wird ein wenig kleiner, wenn man all das wegstreicht, was zu Grönemeyer (mit zum Teil fast identischem Wortlaut) ursprünglich im aktuellen "Spiegel" steht, der in der viertletzten Zeile immerhin namentlich genannt wird:
Übrig bleiben dann:
(1) ein Absatz, der (mit fast identischem Wortlaut) aus einem älteren "Spiegel"-Artikel übernommen wurde – wobei "Bild" teilweise aus indirekter Rede ein wörtliches Zitat gemacht und auf eine Quellenangabe verzichtet hat
(2) die unbeantwortete Frage: "Wollte der Professor unbedingt berühmt werden?"
(3) der Satz: "Professor Grönemeyer war gestern nicht zu erreichen."
(4) der Artikelanfang:
Der große Bruder war schon lange berühmt: Herbert Grönemeyer (54), Schauspieler und Sänger. Der kleine Bruder ist in den letzten Jahren bekannt geworden: Professor Dr. Dietrich Grönemeyer (50)…
Doch weil in Wirklichkeit nicht Herbert "(54)" der große Bruder von Dietrich "(50)" ist, sondern umgekehrt Dietrich (54) der große Bruder vom Herbert (50), ist quasi die einzige journalistische Eigenleistung im gesamten "Bild"-Artikel…
… und ich danke an dieser Stelle auch meinem Arbeitgeber, meiner Mutter, meiner Familie ganz besonders, die mich immer wieder unterstützte und alles tat, damit ich auch mal abgelenkt würde, meinem Pastor (Stelle derzeit nicht besetzt), meinem Idol (Stelle derzeit auch vakant) und allen meinen Lesern und Fans, für die ich das alles eigentlich gemacht habe. Danke Danke Danke! Ihr seid die besten. Der Preis ist für euch!
Das US-Magazin “Time” zeichnet alle User des Web 2.0 als “Person des Jahres 2006″ aus, weil sie sich als neue Bürger um die digitale Demokratie verdient gemacht hätten. So heißt es in der Überschrift der Zeitschrift: “Person of the Year: You Yes, you. You control the Information Age. Welcome to your world.” [Quelle]
Und diese einfache Botschaft wurde in unseren geliebten Medien fast unisono falsch wiedergegeben. Denn (weiterlesen…)
Hamburg - Der Anteil von Frauen in der Internetwelt wird von Jahr zu Jahr größer, wie die von der European Interactive Advertising Association (EIAA) http://www.eiaa.net in Auftrag gegebene, repräsentative Studie Mediascope Europe ergeben hat. 2005 gingen in Europa 41 Prozent der Frauen ins Internet, was einem Zuwachs von vier Prozentpunkten entspricht. In Deutschland waren es sogar 45 Prozent der Frauen, die sich regelmäßig im Netz aufhielten. Dafür halten sich die deutschen Frauen mit 7,5 Stunden pro Woche im europäischen Vergleich am kürzesten im Internet auf. Der europäische Durchschnitt liegt bei 9,3 Stunden.
Besonders beliebt bei Frauen ist die Nutzung von Suchmaschinen mit 84 Prozent und Webmail-Angeboten mit 75 Prozent, 56 Prozent suchen Reisewebseiten auf. Interessante Ergebnisse gab es über die Altersstruktur der weiblichen Internetuser: 74 Prozent der befragten Europäerinnen zwischen 16 und 24 Jahren nutzen bereits das Internet und machen somit dem typischen Internetuser mit dem Profil jung, männlich und gebildet Konkurrenz. "Bleibt es bei diesen Wachstumsraten, dann gibt es bereits 2007 mehr Frauen als Männer im Internet", folgert die EIAA aus den Ergebnissen. Für Werber bedeutet dies, dass sie sich den Bedürfnissen der Frauen anpassen müssen, da Frauen das Internet anders nutzen. Gleichzeitig bietet das Medium Internet neue, kreativere Möglichkeiten um besser und tiefer auf Zielgruppen einzugehen.
Zwar hat sich die Mediennutzungszeit um 47 Prozent gesteigert, jedoch verbringen die deutschen Frauen am wenigsten Zeit im Internet. "Ein Grund für die relativ kurze Nutzung bei den deutschen Frauen ist in der geringen Breitband-Durchdringung in Deutschland zu sehen", erklärt Nadja Elias, Pressesprecherin des Onlinemedien-Vermarkters United Internet Media AG, gegenüber pressetext. In vielen Ländern sei der Breitbandzugang bereits weit verbreitet, während in Deutschland ein echter Nachholbedarf bestehe, so Elias weiter. Immerhin gingen in Deutschland 2005 mit 33,2 Prozent erstmals mehr User über DSL ins Netz als über ISDN, das 28,6 Prozent verwendeten, wie eine Studie der Arbeitsgemeinschaft Onlineforschung http://www.agof.de ergab. Für die Mediascope-Europe-Studie wurden 3.600 weibliche Internetuser in ganz Europa befragt, davon 520 in Deutschland.
Unter der Überschrift "84 Prozent Gefälle! Die steilsten Skipisten für Kamikazewedler" zeigt man derzeit bei Bild.de mal wieder, dass man keine Ahnung hat. Wir zitieren: Laber-Nordhang, Harakiri-Piste und Co.: Wer hier wedelt, braucht starke Waden. Und jede Menge Mut. Denn steile Abhänge mit Gefällen von bis zu 84 Prozent verursachen sogar beim größten Pistenproleten noch Nervenflattern. [...]
Unter der Überschrift "84 Prozent Gefälle! Die steilsten Skipisten für Kamikazewedler" zeigt man derzeit bei Bild.de mal wieder, dass man keine Ahnung hat. Wir zitieren:
Laber-Nordhang, Harakiri-Piste und Co.: Wer hier wedelt, braucht starke Waden. Und jede Menge Mut. Denn steile Abhänge mit Gefällen von bis zu 84 Prozent verursachen sogar beim größten Pistenproleten noch Nervenflattern. Garantiert! (…) Die steilste aller Pisten liegt in Deutschland. Nahe des beschaulichen Ortes Oberammergau in Bayern erhebt sich der Berg Laber. Sein Nordhang ist berüchtigt. Mit einem Gefälle von 84 Prozent rasen die mutigen Wedler gen Tal, als befänden sie sich auf einer Sprungschanze. Fast senkrecht geht der Abhang in die Tiefe.
Ein jeder Mensch hat rechtmäßigen Anspruch auf Achtung von seinen Nebenmenschen, und wechselseitig ist er dazu auch gegen jeden anderen verbunden. -- Immanuel Kant (Die Metaphysik der Sitten)